Wenn nach einer Trennung Leere bleibt
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Es gibt Trennungen, die still geschehen.
Und solche, die alles erschüttern.
Und fast immer hinterlassen sie etwas:
eine Leere, die man kaum benennen kann.
Diese Leere fühlt sich nicht an wie Ruhe.
Sie ist nicht friedlich.
Sondern fremd.
Als hätte jemand etwas aus einem herausgenommen –
und zurück bleibt ein Echo, das nicht verstummt.
Und manchmal kommt der Gedanke hoch:
„Warum fühle ich mich so leer, obwohl es doch richtig war?“
Oder: „Wie kann ich weitermachen, wenn ich mich selbst nicht mehr spüre?“
Die Leere nach einer Trennung ist kein Zeichen von Schwäche.
Sie ist ein Raum, der sich öffnet, wenn etwas gegangen ist,
das einmal wichtig war.
Manchmal ist es ein Mensch.
Manchmal ein Lebensentwurf.
Manchmal ein Teil von einem selbst, den man loslassen musste.
Diese Leere will nicht gefüllt werden –
nicht sofort, nicht mit Ablenkung.
Sie will gespürt werden.
Denn erst dann kann man sich selbst wieder näherkommen.
Es hilft, sich daran zu erinnern, dass es in Ordnung ist, nichts zu wissen.
Kein neuer Plan muss sofort entstehen.
Das Neue wird kommen – leise, ehrlich, echt.
Die Leere ist nicht das Ende –
sondern der Anfang von etwas, das man noch nicht kennt.
Was könnte entstehen, wenn diese Leere nicht sofort gefüllt werden muss?
