Übergänge würdigen -
Altes verabschieden

Eine Frau steht mit geschlossenen Augen in der Natur, hebt das Gesicht der Sonne entgegen und atmet tief durch.

© iStock/AntonioGuillem

Manchmal merkt man gar nicht, dass man sich schon längst in einem Übergang befindet.
Etwas ist vorbei – doch man hält es noch fest.
Etwas Neues klopft an – doch man fühlt sich nicht bereit.

Übergänge sind stille Schwellen im Leben.
Sie tragen keine großen Schilder.
Manchmal kommen sie schleichend, manchmal laut.
Aber immer fordern sie etwas:

Hinschauen. Würdigen. Weiterziehen.

Etwas abzuschließen bedeutet nicht, es zu vergessen.
Es bedeutet, ihm seinen Platz zu geben – und weiterzugehen.

Ein Job, der nicht mehr stimmig war.
Eine Beziehung, die sich verändert hat.
Ein Lebensabschnitt, der zu Ende geht.
Oder eine innere Haltung, die losgelassen werden kann.

Wenn Übergänge nicht wahrgenommen werden, bleiben sie offen.
Wie Türen, die nicht ganz ins Schloss gefallen sind.
Etwas zieht Energie – unbemerkt, aber spürbar.

Indem man Altes würdigt, ehrt man den Weg, den man gegangen ist.

Was darf heute gewürdigt werden, bevor Neues beginnen kann?

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