Der Körper kennt die Jahreszeiten

Frau bei einem Spaziergang durch eine spätsommerliche Landschaft im warmen Abendlicht

© iStock/skynesher

Der Sommer geht langsam zu Ende.
Die Tage werden kürzer.
Die Luft am Morgen wird kühler.

Und fast unbemerkt verändert sich auch etwas in uns.

Vielleicht entsteht wieder mehr Appetit auf warme Mahlzeiten.
Die Lust auf Salat, Obst und leichte Gerichte wird kleiner.

Der Körper verlangt nach etwas anderem.

Auch Bewegung kann sich verändern.

Was sich im Sommer noch gut angefühlt hat – lange Abende draußen, viel Aktivität, spontane Unternehmungen – passt plötzlich nicht mehr genauso.

Vielleicht wird der Wunsch nach Ruhe größer.
Nach einem Spaziergang statt einer langen Fahrradtour.
Nach einem früheren Abend.
Nach Wärme.
Nach einem anderen Rhythmus.

Und trotzdem erwarten wir von uns häufig, das ganze Jahr über gleich zu funktionieren.

Gleich leistungsfähig zu sein.
Gleich viel zu schaffen.
Den gleichen Tagesablauf beizubehalten.

Dabei verändert sich um uns herum gerade alles.

Das Licht.
Die Temperaturen.
Die Natur.
Der Rhythmus des Tages.

Warum sollten ausgerechnet unsere Bedürfnisse immer dieselben bleiben?

Vielleicht geht es deshalb gar nicht darum, sich auf den Herbst „umzustellen“.
Sondern wahrzunehmen, was sich von selbst verändert.

Worauf habe ich gerade Appetit?
Welche Bewegung tut mir gut?
Wann werde ich müde?
Wonach sehne ich mich?
Was war im Sommer richtig – und passt jetzt vielleicht nicht mehr?

Der Körper kennt keine Termine im Kalender.

Doch er reagiert auf Licht, Wärme, Bewegung und den Rhythmus unseres Alltags.

Darum dürfen wir ihm wieder ein wenig mehr zuhören.
Nicht erst dann, wenn er laut wird.
Sondern schon bei den kleinen Veränderungen.

Bei dem Wunsch nach einer warmen Mahlzeit.
Nach einem langsameren Abend.
Nach Bewegung an der frischen Luft.
Oder einfach nach etwas mehr Ruhe.

Was brauche ich gerade wirklich – und erlaube ich mir, darauf zu reagieren?

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